Wein-Lexikon R

Restsüße ist die Gesamtmenge an unvergorenem Zucker im Wein. Sie wird in Gramm pro Liter angegeben. Weine mit einem Restzucker von weniger als einem Gramm sind selten, da einige Zuckersorten nicht vergärbar sind. Deutsche Weine werden häufig in den Kategorien trocken, halbtrocken und lieblich bzw. fruchtig klassifiziert. Diese Angabe ist allerdings nicht vorgeschrieben. Wie "süß" ein Wein wirklich schmeckt, hängt aber nicht nur von der Restsüße ab, sondern auch von Säuren und Tanninen. Ist der Gehalt an Säure besonders hoch, kann auch ein Wein mit 25 Gramm Restzucker trocken schmecken.

Riesling Die wohl feinste und komplexeste Weißweinsorte der Welt bringt vor allem in kühlen und gemäßigten Klimazonen die überzeugendsten Ergebnisse hervor. Erst nach langer Reifezeit am Rebstock kann er seine spezifische Aromatik entwickeln. In seiner Fähigkeit, die Eigenarten des Terroir zum Ausdruck zu bringen, ähnelt er dem Cabernet-Sauvignon. Hoch geschätzt an Rieslingen ist die Kombination von hoher Säure und Extrakt. Die Rebsorte stammt wahrscheinlich von einer Wildrebe am Oberrhein ab. Bereits vor 1500 wird sie urkundlich erwähnt. Riesling reift sehr spät und stellt hohe Anforderungen an die Lage. In ihrer Lagerfähigkeit sind Rieslinge unübertroffen.

Rosé In Europa wird Rosé vor allem in südlichen Anbaugebieten produziert. Das Farbspektrum reicht von blaßrosa bis zu leuchtendem Hellrot. Rosé entsteht meist durch kurzes Maischen roter Trauben. Dabei geben die Schalen nur wenig Farbe an den Most ab. Oder die Schalen enthalten bereits wenig Pigmente, was gerade in kühleren Klimazonen wie in Deutschland vorkommt. In Deutschland ist Rosé auch als Weißherbst bekannt. Schließlich gibt es auch Roséweine, die durch den Verschnitt von Rot- und Weißweinen entstanden sind. Solche Weine heißen Schiller. Roséweine werden gekühlt getrunken.

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