Wein-Lexikon M

maischen Einweichen fester Stoffe in Flüssigkeit. Bei der Herstellung von Rosé und Rotwein dient das Verfahren dazu, Phenole aus den Schalen, Kernen und Stielen der Trauben im Saft zu lösen. Einfache Weine entstehen durch zwei bis dreitägiges Maischen während der Gärung. Die idealen Bedingungen sind sehr stark von Temperatur und Rebsorte abhängig. Richtiges Maischen beruht daher auf langer Erfahrung. Weißwein benötigt in der Regel keine Farbextraktion und kein zusätzliches Tannin. Hier wird das Maischen vermieden, indem die Schalen möglichst unmittelbar nach dem Keltern vom Most getrennt werden.

Merlot Verbreitung hauptsächlich in Frankreich (vor allem Bordeaux), darüber hinaus in Italien (Veneto, Friaul, Latium), Südamerika, Südafrika und Australien. Auch in Deutschland mittlerweile zugelassen. Häufig mit Cabernet-Sauvignon verschnitten.

Mostgewicht Maßeinheit für den Reifegrad der Trauben. Er wird anhand der im Most gelösten Inhaltsstoffe bestimmt, die zu 90 Prozent aus vergärbarem Zucker bestehen. Zucker ist ein zuverlässiger Indikator für den Reifegrad der Trauben. Das Mostgewicht gibt an wie hoch der potenzielle Alkoholgehalt des Weins ist. 16 Gramm Zucker pro Liter ergeben etwa 1 Prozent Alkohol. Für einen durchgegorenen Wein mit 10 Prozent Alkohol müssen die Trauben also 160 Gramm Zucker pro Liter enthalten. Das Mostgewicht wird in Deutschland in Öchsle gemessen.

Müller-Thurgau (Rivaner) Neben dem Riesling die häufigste Rebsorte in Deutschland. Er ist eine Kreuzung aus Riesling und Gutedel.

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