Wein-Lexikon K
Kabinett Bezeichnung für die erste Stufe von Qualitätsweinen mit Prädikat (QmP). Für jedes Anbaugebiet und für jede Rebsorte gelten unterschiedliche Mostgewichte. Unter den Prädikatsweinen haben Kabinettsweine die niedrigsten Mostgewichte und sind daher am leichtesten.
keltern Verfahren zum Gewinnen von Most. Bei der Herstellung von Rotwein werden Schalen und Kerne nicht vom Saft getrennt. Denn nur so gelangen die Extrakte der Schalen beim anschließenden Maischen in den Wein.
Kork Klassischer
Verschluss für Wein- und Sektflaschen. Gerade für alterungsfähige Weine
kaum durch andere Materialien zu ersetzen. Das Material stammt von
Rinde der Korkeiche, die vor allem in Spanien und Portugal, dem Zentrum
der Korkerzeugung, wächst. Grundsätzlich gilt: je länger der Korken und
je geringer die Maserung, desto hochwertiger ist er. Der Korken wird
aus der dicken, äußeren Rinde der Korkeiche hergestellt. Er ist leicht,
sauber, wird selten von Fäulnis befallen, ist luftundurchlässig, extrem
elastisch und hat eine lange Lebensdauer (20 bis 50 Jahre). Eine
billige, aber keineswegs gleichwertige Alternative sind Preßkorken, die
aus Korkkrümeln zusammengeklebt werden. Vor allem auch die in den
letzten Jahren sich drastisch verschlechternde Qualität des
Ausgangsmaterials (die weltweite Nachfrage nach Naturkorken übersteigt
die Ressourcen) führen zum berüchtigten Korkschmecker, einem der
häufigsten Weinfehler.
Korkgeschmack Bezeichnung für
Wein, der durch einen schlechten Korken verdorben ist. In der Regel
macht der Korkgeschmack den Wein ungenießbar. Er verleiht dem Wein
einen schimmelähnlichen, muffigen Beigeschmack. Der Geschmack beruht
auf Schimmelpilzen, die sich bei der Produktion des Korkens eingenistet
haben. Als eine der wesentlichen Ursachen gilt die Chlorbleiche, durch
die Trichloranisol entstehen kann, das schon in geringsten
Konzentrationen den üblen Geschmack hervorruft.
