Wein-Lexikon T
Tafelwein An den Tafelwein werden nur geringe Anforderungen gestellt. Die Trauben dürfen aus allen EU-Zonen stammen, es gibt keine Ertragsgrenzen. Das Mindest-Mostgewicht beträgt 50 Oechsle, der Mindest-Säuregehalt liegt bei 4,5 g/l, Chaptalisierung ist erlaubt, alle in der EU empfohlenen Rebsorten sind gestattet, Verschnitt zwischen Weinen aus allen EU-Ländern ist möglich, Jahrgang und Rebsorte müssen nicht auf dem Etikett erscheinen.
Tannin Tannine gehören zur Gruppe der Phenole. Sie spielen beim Altern von Weinen eine wichtige Rolle. Vor allem junger Rotwein enthält hohe Mengen an Tanninen. Sie verursachen im Mund ein charakteristisches Gefühl von Trockenheit, ein Zusammenziehen der Schleimhäute. Tannine stammen aus den Stielen, Kernen und Schalen der Traube. Sie gelangen beim Maischen in den Traubensaft. Zusätzliche Tannine nimmt der Wein aber auch aus dem Holz der Fässer auf. Dies wird gezielt eingesetzt beim Ausbau des Weines im Barrique.
trocken dürfen sich deutsche Weine nennen, die nicht mehr als 9 Gramm Restsüße pro Liter haben. Der Säuregehalt darf nur 2 Gramm geringer sein als der Zuckergehalt (bei 9 Gramm Süße also 7 Gramm Säure). Ansonsten liegt die Restsüße bei 4 Gramm. Bei Sekt liegen die Werte deutlich höher. Als trocken darf ein Schaumwein mit einer Restsüße von 17 bis 35 Gramm pro Liter bezeichnet werden. Geringere Restsüße heißt Extra trocken, Brut oder Extra Brut.
Trockenbeerenauslese Die
reifste Stufe der Qualitätsweine mit Prädikat. Die Beeren sind durch
Edelfäule eingeschrumpft und haben daher eine höchste Konzentration an
Aromastoffen und Zucker. Das Mostgewicht solcher Weine muss noch höher
liegen als das der Beerenauslese. Die Weine aus solchen Trauben haben
eine goldgelbe bis orangefarbene Farbe und sind außerordentlich
gehaltvoll.
